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Märzgeburt /// Konturen zweifelhafter Moral (2/2)

Zweifel begannen mich davon zu tragen und meinen Kopf mit unzähligen Gedanken zu füllen. Mein Interesse an dieser Begegnung brach abrupt ab. Den Blick fortan nach draußen gerichtet, spürte ich, wie ich mich aus meiner teilnehmenden Rolle langsam löste und eine Sichtweise betrat, die einer dritten Person gleichkam. Ich betrachtete mich mehr und mehr mit den Augen einer Außenstehenden und schaute auf eine Frau, die sich gerade einem vollkommen fremden Mann auf eine unwiderruflich pietätlose Art mitgeteilt hatte.
Diesem fremden Ich vertrauensvoll entgegen wendend, hoffte ich auf eine Art Richtungsweisung, die mich aus dieser Situation befreien konnte, spürte ich mit einem Mal diese vertraut wirkende Resignation und die damit einhergehende Übelkeit.

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Märzgeburt /// Konturen zweifelhafter Moral (1/2)

Nachdem ich dem Taxifahrer gesagt hatte, wohin ich wollte, drehte er sich zu mir um und schaute mich fragend an.
„Und in welches Maja darf ich Sie fahren?“
Verblüfft schaute ich zu ihm zurück.
„Wenn ich ehrlich bin, kann ich ihnen das gar nicht sagen.“
„Jordaan oder Suid Oost?“
Ich wusste nicht, dass ich vor diese Entscheidung gestellt werden konnte und hatte diese Frau am Telefon deshalb auch nicht danach gefragt.
„Welches Maja würde wohl am besten zu mir passen?“, versuchte ich zu improvisieren.
Der Taxifahrer begann mich zu mustern.

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About Olivia /// Die Fremde in mir

„Hast Du schon Erfahrung?“, fragte er mich, kurz nachdem er das rettende Tor mit einem kraftvollen Ruck zugezogen hatte. Mein Herz pochte noch immer dermaßen schnell, dass ich mich an irgend etwas festhalten musste.
„Hast Du schon Erfahrung?“, wiederholte er seine Frage.
„Nein.“
„Nein meint überhaupt keine oder nur wenig?“
„Überhaupt keine.“
„Ok. Kein Problem. Deine ersten Fans scheinst Du ja schon zu haben.“
Er deutete nach draußen.

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Russisches Roulette /// Weder vor noch zurück (2/2)

Als ich schließlich wieder aufgetaucht war, konnte ich es kaum erwarten, sie zu sehen und fand sie zu meiner Überraschung tatsächlich bei ihm stehen. Sofort erfassten meine Augen ihren blanken Arsch. Hatte sie ihr Bikinihöschen nach dem Rutschen bisher jedes Mal geordnet, schien sie nach dem letzten Mal anscheinend nichts dergleichen unternommen zu haben und trug ihren Slip in diesem Moment annähernd wie einen String.
Noch bevor sie sich mir damit auch nur ansatzweise lange genug präsentiert hatte, drehte sie sich plötzlich um und watete im Knie hohen Wasser auf mich zu. Sofort sprangen auch seine Augen auf ihre Kehrseite und ließen nicht mehr von ihr ab.
„Ich ziehe noch ein paar Bahnen.“, sprach ich von weitem, ohne ihr auch nur einen Schritt entgegen zu kommen.

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