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Russisches Roulette /// Im Sog der Verführung

Je mehr Tage vergingen, desto mehr dachte ich an unseren längst vergangenen Abend mit Tom, desto mehr verspürte ich den Wunsch, dass er sie endlich um das beschlossene Shooting bat.

Sobald wir den Billardsalon betreten hatten, begann ich mich weitestgehend zurückzuhalten, begann ich dafür zu sorgen, dass sich ihre Blicke und Dialoge einzig und allein auf einander bezogen. Je öfter sie schließlich abwechselnd die Nähe suchten, desto mehr distanzierte ich mich, versuchte ich die intervallartigen Schübe meiner Eifersucht mit aller Macht zu verdrängen und in Bezug auf ihren vertrauter werdenden Umgang immer nachgiebiger zu sein. Dass er das Spiel der Verführung nach wie vor sehr gut beherrschte, zudem eine Kugel nach der anderen äußerst gekonnt versank, führte dazu, dass er nicht nur das Spiel, sondern gleichsam ihre Aufmerksamkeit immer mehr gewann.


Seine wiederkehrenden Blicke auf ihren Körper, insbesondere ihren Rock und damit auf ihren Arsch betonten auf unmissverständliche Art und Weise, dass er großen Gefallen an ihr fand und begann es regelrecht zu genießen, dass er es war, der Olivia in diesem Moment begehrte, dass er bei den übrigen Gästen den Eindruck erweckte, dass er es war, der sie fickte. Dass ich gegen ihren Flirt keineswegs rebellierte, brachte ihn schließlich zu der Erkenntnis, dass ich nichts Nachteiliges damit verband und beobachtete fortan, wie er dazu überging, sie im Versuch der Eroberung sogar des öfteren zu berühren.
Dass Olivia ihm dabei derart überzeugend das who is who ihrer frivolen Natur offenbarte, sorgte schließlich dafür, dass er gar nicht anders konnte, als dem Weg einer beginnenden Liaison zu vertrauen, dass er gar nicht anders konnte, als seinen zügellosen Gedanken immer mehr Rechnung zu tragen und sie in einem Augenblick demonstrativer Sympathiebekundung mit der Absicht, ihren Spielzügen endlich mehr Effektivität zukommen lassen zu wollen, mehrfach von hinten dermaßen dicht umarmte, dass es schien, als ob er mit seinem Schritt ihren Rock berührte und sich schlussendlich an ihr rieb. Tom hatte angebissen und schien nunmehr in den Sog der Verführung geraten zu sein. So erotisch ich diesen Umstand auch fand, so sehr musste ich über sein triebgesteuertes Temperament schmunzeln.
In den Momenten in denen sie sich wiederholt alleine in den Raucherbereich zurückzogen, wendete ich mich erneut wie selbstverständlich von ihnen ab, erfuhr ihre Vertrautheit auf diese Weise noch viel mehr Halt und fand mich auf dem Weg nach Hause mit der Gewissheit ab, dass sie angesichts der beschriebenen Situationen ungeachtet der Kürze ihres Rockes das gesamte Treffen über frisch rasiert und vollkommen unbekleidet war.

„Was ist eigentlich aus eurem Shooting geworden?“, fragte ich sie wenige Tage später aus dem Nichts.
„Gute Frage.“, antwortete sie mit einem, das Vorhaben wieder in Erinnerung gebrachten, überraschten Blick.
„Bereit wenn Sie es sind!“, wiederholte sie wenig später mit einem Lächeln Tom‘s Antwort auf ihre kurz zuvor an ihn gerichtete SMS.
„Ist es ok, wenn ich ihm ein Foto schicke?“
„Weshalb?“, hinterfragte ich gespannt.
„Er braucht meine Proportionen.“
“Von vorne oder von hinten?“
„Das hier?“, gab sie lediglich wieder und zeigte mir das entsprechende Bild.
„Er fragte nach Deinen Proportionen, nicht nach einer Wichsvorlage!“
„Stimmt, damit hätte er beides.“, schmunzelte sie nahezu gleichgültig und rutschte kurzerhand zu mir. Unterdessen sie mir in der Folge sanft über den Schritt streichelte, schrieb sie ihm anscheinend zurück.
„Ich an Deiner Stelle hätte es ihm schon längst geschickt.“, murmelte sie plötzlich in Gedanken vor sich hin.
„Weshalb?“, gab ich verwundert zurück. Anstatt darauf zu antworten, begann sie meinen Schritt immer fordernder zu massieren.
„Du möchtest wirklich, dass er mich fotografiert?“, fragte sie mich während sie meine Hose langsam öffnete.
„Du weißt schon, dass ich ihm gefalle?“
„So oft wie er auf Deinen Arsch gestarrt hat, war das kaum zu übersehen!“, antwortete ich forsch und entfachte das Feuer zwischen uns nur noch mehr.
„Er hat mich beim Rauchen gefragt, ob ich etwas drunter trage.“, setzte sie schließlich unbefangen fort.
„Und?“, stöhnte ich sie daraufhin, meinen Blick weiterihn auf ihren Hinterkopf gerichtet, an.
„Was hast Du geantwortet?“
„Das ich nackt bin.“
„Und wie hat er darauf reagiert?“
„Er hat gesagt, dass er das nicht glaubt.“
Dass sie ihren Blowjob immer wieder unterbrach, kostete mich beinahe den Verstand.
„Und dann?“
„Ich habe kurz meinen Rock nach oben geschoben und dafür gesorgt, dass er sich davon überzeugen konnte.“

Als kurz darauf ihr Handy klingelte, nahm sie den Anruf, obschon ich ihr soeben großflächig ins Gesicht gespritzt hatte wie selbstverständlich an.
„Hallo Tom.“, flüsterte sie verheißungsvoll in den Hörer, unterdessen sie mein Sperma aus ihrem Gesicht wischte.
„Bereit wenn Sie es sind.“, wiederholte sie ihre Worte von vorhin.
Stille.
„Der hatte gerade seinen Shoot.“, kicherte sie ins Telefon und schaute mich beiläufig an.
Stille.
„In der Realität oder Phantasie?“
Stille.
„Seinen?“
Stille.
„Deinen?“
Stille.
„Ja?“
Stille.
„Sehr!“
Stille.
„Ohne.“
Stille.
„Viel zu lange.“
Stille.
„Tom fragt wann wir beide können.“
Stille.
„Nächstes Wochenende?“
„Nächstes Wochenende?“, wiederholte Olivia schließlich meinen Vorschlag Richtung Tom.

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